Weitergeben statt Wegwerfen: Neues Angebot startet bei Jemke Solutions in Bergen-Enkheim
- Jenn von Jemke
- vor 3 Tagen
- 2 Min. Lesezeit

In vielen Haushalten liegen sie ungenutzt herum: Smartphones, Tablets oder technische Geräte, die noch funktionieren, aber keine Rolle mehr spielen. Zu schade für den Elektroschrott – und für viele auch zu aufwendig, um sie über Online-Plattformen zu verkaufen. Genau hier setzt ein neues Angebot, das aktuell bei Jemke Solutions in Bergen-Enkheim an den Start geht, an.
Der lokale IT-Dienstleister führt derzeit Regal- und Vitrinen plätze für den privaten Verkauf ein. Ziel ist es, Bürgerinnen und Bürgern aus dem Stadtteil eine Möglichkeit zu geben, ihre eigenen Geräte offline und sichtbar im Laden anzubieten – als eine Art lokaler Marktplatz, ganz ohne Online-Inserate, Versand oder anonyme Verkaufsportale. Der Verkauf selbst bleibt dabei ausdrücklich privat.
Entwickelt wurde das Konzept gemeinschaftlich von Hemke Feith, Inhaber von Jemke Solutions, und Jennifer Bristow, Filialleitung des Geschäfts. Beide beschäftigen sich seit Jahren mit Reparaturen, aufbereiteten Geräten und der Frage, wie Technik sinnvoll länger genutzt werden kann.
„Uns ging es nicht darum, einen weiteren Verkaufsservice aufzubauen“, erklärt Bristow. „Wir wollen ausprobieren, ob ein offline organisierter Privatverkauf im Stadtteil funktioniert – also gewissermaßen ein lokales Gegenstück zu Online-Marktplätzen, aber persönlicher und überschaubarer.“
Die Idee befindet sich aktuell in der Einführungsphase und ergänzt die bisherige Ausrichtung des Geschäfts, das auf Reparatur, Refurbished-Geräte und einen bewussten Umgang mit Technik setzt. Statt anonymer Angebote im Internet entsteht so ein Ort, an dem Geräte direkt vor Ort gesehen werden können. Im Laden selbst werden die Geräte in eigens dafür vorgesehenen Regalen und Vitrinen präsentiert.
Die Vitrinen sind abschließbar, die Darstellung bewusst einheitlich gehalten. Zu jedem Gerät gehört ein kleiner Produktzettel, der von der jeweiligen Verkäuferin oder dem Verkäufer selbst ausgefüllt wird. Darauf stehen unter anderem die Bezeichnung des Geräts, der gewünschte Preis und eine Kontaktmöglichkeit. So bleibt klar, von wem das Angebot stammt – und dass es sich um einen reinen Privatverkauf handelt.
„Der Verkauf und die Zahlung erfolgen ausschließlich privat“, betont Feith. „Wir stellen nur den Platz zur Verfügung. Das ist uns wichtig, damit die Rollen klar bleiben.“
Jemke Solutions tritt weder als Verkäufer noch als Vermittler auf, führt keine Preisverhandlungen und nimmt kein Geld für die ausgestellten Geräte entgegen.
Auch technische Prüfungen oder Garantien gibt es für die Privatware nicht.
Interessierte Käuferinnen und Käufer können sich die Geräte im Laden ansehen und bei Interesse direkt Kontakt mit der jeweiligen anbietenden Person aufnehmen. Die Übergabe erfolgt geregelt und persönlich, um Missverständnisse zu vermeiden.
Gerade im Stadtteil Bergen-Enkheim könnte das neue Angebot auf Interesse stoßen. Viele Menschen schätzen die Möglichkeit, Dinge im direkten Umfeld weiterzugeben – ohne Versand, ohne lange Wege und ohne anonyme Treffen. Gleichzeitig bleibt der persönliche Kontakt erhalten, der in vielen Online-Marktplätzen verloren geht.
Auch optisch setzt das Konzept bewusst Akzente. Die Geräte werden nicht zwischen Kartons und Kabeln platziert, sondern ruhig und wertig präsentiert. Damit soll gezeigt werden: Gebrauchte Technik kann sichtbar, nachvollziehbar und fair angeboten werden.
„Von Bergen-Enkheim – für Bergen-Enkheim“, lautet daher auch der Leitsatz des Projekts. Ob sich das Konzept als dauerhafte Ergänzung etabliert, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.
Was das Jemke Team für 2026 noch alles in Planung hat wird aber bisher noch nicht verraten.
Fest steht jedoch schon jetzt: Weitergeben statt Wegwerfen bekommt in Bergen-Enkheim einen neuen, ganz analogen Raum.






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